7.3.2009: Nun ist es endlich soweit. Die Danstar Nottingham Trockenhefe hat gute Arbeit geleistet und die Gärung ist zu Ende. Mit der Bierspindel messe ich den Restextrakt der diesmal bei 3,1 liegt. Das entspricht einen Vergärungsgrad 75%

Bevor das Bier nun aber in die Flaschen gefüllt wird gebe in noch etwas Speise hinzu. Das dient der gezielten Anreicherung mit Kohlensäure. Die Speise besteht aus 114g Trockenmalz, dass ich in etwas Wasser aufkoche. Nachdem die Speise abgekühlt ist, kippe ich sie in den Gärbehälter. Danach kann ich das Jungbier in die Flaschen füllen. Nun muss das Bier noch ein paar Wochen reifen.

Jetzt kann endlich aus der Würze Bier werden. Bis jetzt hatte ich die ganze Arbeit mit der Bierherstellung, nun ist endlich mal die Hefe dran und ich kann mich genüsslich zurücklehnen. Im Gärfaß kann nun die Hefe ungestört arbeiten.
Hier folgende nun ein paar Bilder aus den verschiedenen Gärstadien. Langsam bilden sich die ersten weißen Schlieren.
Die Phase des Überweißens, das sieht jetzt sehr lecker aus und hat auch einen angenehmen Geruch.
Hier sind schon die Kräusen gebildet. Die braunen, schmierigen Flecken stammen hauptsächlich von den Hopfenölen die an die Decke des Jungbieres getrieben werden.
Die heftigste Gärphase ist nun schon überschritten.
Jetzt fallen die Kräusen wieder zusammen. In der Brauerei würde man von der Schlaucherdecke sprechen. Das würde nun in die Gärtanks geleitet werden.
Bei mir bleibt das Bier aber noch einige Tage im Fass, und wir vor Flaschenabfüllung nochmal mit "Speise" angereichert.
Über Nacht ist nun die Würze abgekühlt. Nun ist es an der Zeit die Stammwürze zu prüfen. Dies geschieht mit der Würzespindel.

Meine Würze hatte etwas zuviel Stammwürze und so korrigiere ich mit etwas Wasser auf die von mir angestrebten 13% Stammwürze.
Danach kommt die Hefe zum Einsatz. Ich habe mich diesmal für eine Trockenhefe entschieden. Die Danstar Nottingham, soll eine sehr saubere Vergärung erzielen. Und das passt genau zum von mir gewünschten Biertyp. Es soll ein kupferfarbenes sehr trockenes Ale werden.

Wir bestimmen die Hopfengabe. Bei diesem Sud sollen es zwei Hopfensorten sein. Northern Brewer und Hallertauer Perle. Der Hopfen wird in Pelletsform dem Bier zugegeben.

Um die Bitterstoffe und Aromen des Hopfens in der Bierwürze zu lösen Kochen wir Würze gute 60 Minuten.
Nun endlich ist es vollbracht. Das Würzekochen lief planmäßig und nun filtern wir den Hopfen aus der Bierwürze.

So die Maischarbeit ist nur erledigt und wir haben hoffentliche viele Bestandteile aus dem Malz lösen können. Um das nochmal zu überprüfen habe ich den Jodtest gemacht, der ok war.

Jetzt gehts ans abläutern um die festen Bestandteile von der wertvollen Würze zu trennen.

Heute ist Brautag und es soll ein kupferfarbenes, obergäriges Bier werden nach Art eines englischen Ales. Das Malz ist schon geschrotet. Als Schüttung verwende ich heute 1kg Pilsener Malz, 1kg Münchner Malz (mmh,lecker) und für die gute Schaumbildung noch 0,5kg Weizenmalz dunkel.

Beim Maischen halte ich verschieden Rasten (Temperaturstufen) für eine bestimmte Zeit um so die Enzyme des Malzes wirken zu lassen.